Plönlein mit Siebersturm und Kobolzeller Tor, Rothenburg ob der Tauber, Bayern
© Harald Nachtmann/Getty Image
Wie aus dem Märchen. Plönlein, Rothenburg ob der Tauber, Bayern
Das Plönlein zählt zu den bekanntesten Fotomotiven Deutschlands. Doch was verbirgt sich wirklich dahinter? Im Herzen der historischen Altstadt von Rothenburg ob der Tauber in Bayern gelegen, ist es weit mehr als das ikonische Fachwerkhaus, das viele von Postkarten kennen. Der Name stammt vom fränkischen „Plänlein“ und bezeichnet einen kleinen Platz, meist an einem Brunnen.
Genau darin zeigt sich die typische Szenerie des Plönleins: ein kleiner Platz mit einem Brunnen, einem schiefen Fachwerkhaus und zwei Türmen der alten Stadtmauer. Links führt der Siebersturm ins historische Spitalviertel, rechts öffnet das Kobolzeller Tor den Blick ins Taubertal. Diese ungewöhnliche Komposition aus Architektur und Perspektive verleiht dem Ort eine fast märchenhafte Wirkung.
Seit Jahrzehnten dient das Plönlein als visuelle Vorlage für Illustrationen, Filme und sogar Videospiele. Oft wird es in diesem Zusammenhang als Inspirationsquelle für die märchenhaften Kulissen des frühen Animationsfilms Pinocchio aus den 1940er‑Jahren genannt. Wer den Ort besucht, erkennt schnell: Nicht ein einzelnes Gebäude macht ihn berühmt, sondern das harmonische Zusammenspiel vieler Elemente, eingebettet in die gewachsene Stadtstruktur.
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