Blick vom Skierffe über das Flussdelta des Rapadalen, Nationalpark Sarek, Laponia, Lappland, Schweden
© Robert Haasmann/Getty Image
Die stille Kraft einer unberührten Welt. Weltumwelttag
Stellen Sie sich eine Landschaft vor, in der die Natur seit Jahrhunderten ihren eigenen Rhythmus bestimmt – genau das ist der Sarek-Nationalpark. Seit seiner Gründung im Jahr 1909 kommt dieser abgelegene Teil Schwedisch-Lapplands ohne Straßen, Hütten oder markierte Wege aus. Schroffe Gipfel, rund 100 Gletscher und tiefe Täler prägen die Kulisse. Als Teil des UNESCO-Welterbes Laponia ist die Region eng mit der Kultur der Sámi verbunden, deren Rentierherden die Täler bis heute durchziehen.
Was sich im Sarek in großem Stil zeigt, lässt sich auch in Deutschland beobachten. Im Nationalpark Bayerischer Wald vertraut man darauf, der Natur Raum zu geben. Selbst nach massivem Borkenkäferbefall griff man in weiten Teilen nicht ein. Was zunächst wie Zerstörung wirkte, erwies sich jedoch als Teil eines natürlichen Prozesses: Totholz wird zum Lebensraum, und zwischen den abgestorbenen Bäumen wächst ein neuer, vielfältiger Wald heran. Beide Parks zeigen eindrucksvoll, dass nachhaltiger Schutz dort entsteht, wo wir der Natur Raum lassen und ihre eigene Dynamik zulassen.
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