Ammonitenfossil aus Madagaskar
© ThomasLENNE/Shutterstoc
Natur im Zahlencode. Fibonacci-Tag
Was, wenn ein Stein ein mathematisches Geheimnis birgt? Das Ammonitenfossil auf unserem Bild zeigt eine Spirale, die nicht zufällig entstanden ist. Sie folgt der Fibonacci-Folge, einer Zahlenreihe, bei der jede Zahl die Summe der beiden vorherigen ist (1, 1, 2, 3, 5, 8, …). Dieses Muster wurde bereits im alten Indien entdeckt und im Mittelalter durch den italienischen Mathematiker Leonardo Bonacci, auch bekannt als Fibonacci, in Europa verbreitet.
Der 23. November gilt als Fibonacci-Tag – ein Anlass, um die faszinierenden Verbindungen zwischen Mathematik und Natur zu feiern. Die Folge begegnet uns in Sonnenblumenkernen, Tannenzapfen und Artischocken – und eben auch in den spiraligen Gehäusen der Ammoniten. Diese Meerestiere lebten vor 400 bis 66 Millionen Jahren. Nach ihrem Tod wurden sie von Sedimenten bedeckt und verwandelten sich über Jahrmillionen durch Mineralien in Stein. Solche Fossilien lassen sich in Deutschland etwa im Museum für Naturkunde in Berlin bestaunen – sie sind stille Zeugen einer Welt, in der Natur und Mathematik sichtbar verschmelzen.
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