Napfschnecken bei Ebbe an der Küste von Praia da Ursa, Portugal
© Theo Bosboom/Nature Picture Librar
Fest im Fels. Napfschnecken bei Ebbe an der Küste von Praia da Ursa, Portugal
An der rauen Westküste Portugals, nahe Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt des europäischen Festlands, liegt die Praia da Ursa verborgen unter steilen Felsen. Ein schmaler, teils anspruchsvoller Pfad führt zu diesem abgelegenen Strand am Atlantik, der vor allem von Wind, Gestein und Brandung geprägt ist. Bei Ebbe zieht sich das Meer zurück, die Küstenlinie wirkt für kurze Zeit weiter, und glatte Felsen werden freigelegt. Auf ihnen haften Napfschnecken fest und halten den kräftigen Wellen stand.
Diese kleinen Meeresschnecken sind bestens an ihren Lebensraum angepasst. Bei Flut lösen sie ihre Haftung kurzzeitig, um Algen von den Felsen zu fressen, und kehren danach an ihre festen Plätze zurück. Auch an der deutschen Nordsee, etwa auf den roten Felsen von Helgoland, lassen sich Napfschnecken bei Ebbe auf freiliegenden Steinen beobachten. Dort wie hier entstehen diese stillen Momente zwischen Wasser und Land nur für kurze Zeit – leicht zu übersehen, wenn man nicht genau hinschaut.
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