Vulkanischer Kratersee Hnausapollur, Naturschutzgebiet Fjallabak, Landmannalaugar, Island

Vulkanischer Kratersee Hnausapollur, Naturschutzgebiet Fjallabak, Landmannalaugar, Island

© Juan Maria Coy Vergara/Getty Image

Ein Hauch von Blau. Kratersee Hnausapollur, Naturschutzgebiet Fjallabak, Island

Mitten im isländischen Hochland liegt ein See, der fast zu ruhig wirkt für seine Herkunft. Hnausapollur, auch Bláhylur genannt, befindet sich im Naturschutzgebiet Fjallabak, in einer abgelegenen Region mit Lavafeldern, farbigen Bergen und weiten Tälern, die von vulkanischer Aktivität geprägt sind.

Der Krater entstand, als aufsteigendes Magma auf Grundwasser traf und eine Explosion ein rundes Becken aus dem Gestein sprengte. Nach und nach sammelten sich Regen, Schmelzwasser und Grundwasser darin und bildeten den heutigen See. Seine Oberfläche wirkt oft still, doch Farbe und Erscheinungsbild verändern sich ständig mit dem Licht und dem Wetter, von leuchtendem Türkis bis zu tiefem Blau oder Grau.

Solche vulkanischen Spuren finden sich nicht nur im hohen Norden: In der Vulkaneifel im Westen des Landes erinnern zahlreiche Maare an diese Prozesse. Auch dort entstanden trichterförmige Krater, die sich später mit Wasser füllten und heute ruhig in die Landschaft eingebettet sind.

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