Buntes Haus in Olinda, Brasilien
© Robert Pekar/Alam
Wände voller Wunder. Buntes Haus in Olinda, Pernambuco, Brasilien
Farbe prägt das Stadtbild von Olinda. Das auf dem Bild gezeigte Haus mit seinen kräftigen, klaren Farben steht exemplarisch für eine Stadt, in der Geschichte und Kreativität eng miteinander verbunden sind. Olinda wurde im 16. Jahrhundert im heutigen Bundesstaat Pernambuco im Nordosten Brasiliens als Kolonialsiedlung gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum. Bis heute prägen portugiesische Architektur, afro-brasilianische Traditionen und jahrhundertelanger künstlerischer Ausdruck das Erscheinungsbild der Stadt. Die hügelige Altstadt ist geprägt von farbigen Fassaden, barocken Kirchen und schmalen Kopfsteinpflasterstraßen.
Olinda ist seit 1982 UNESCO-Weltkulturerbe und berühmt für ihre historische Architektur sowie den lebendigen Alltag, der die Stadt erfüllt. Musik erklingt aus offenen Fenstern, und Ateliers nutzen den öffentlichen Raum. Besonders im Februar verwandelt der Karneval mit Frevo- und Maracatu-Rhythmen sowie den traditionellen, riesigen Figuren die Straßen in eine einzige große Feier. In Olinda wird Farbe so zum Ausdruck von Identität, Gemeinschaft und kultureller Kontinuität.
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