Der Lorbeerwald von Fanal auf Madeira, Portugal
© Val Thoermer/Alam
Wanderung durch den „Feenwald“
Wenn Sie 15 Millionen Jahre in der Zeit zurückreisen könnten, würde der überwiegende Teil Südeuropas so aussehen wie dieser märchenhafte Wald: dichtes, grünes Gestrüpp, überdacht von knorrigen Lorbeerbäumen. Ein oder zwei Epochen landwirtschaftlicher Entwicklung genügten, um diese uralten Wälder verschwinden zu lassen. Es blieben nur wenige Flächen auf ein paar atlantischen Inseln mit gemäßigtem Klima erhalten. Beispielsweise hier auf Madeira, einer portugiesischen Insel rund 750 Kilometer vor der nordwestafrikanischen Küste.
Rund 20 Prozent der Inselfläche Madeiras sind von dem einzigartigen Lorbeerwald bedeckt. Mit 150 Quadratkilometern ist er der größte Lorbeerwald Europas und einer der größten weltweit. 90 Prozent des Baumbestands bleiben unberührt, und einige der Lorbeerbäume haben mittlerweile ein Alter von über 500 Jahren erreicht. Seit dem 2. Dezember 1999 gehört dieser immergrüne „Feenwald“ zum UNESCO-Weltnaturerbe.
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