Zwei Breitmaulnashörner und ein Madenhacker im Amakhala-Wildreservat, Südafrika
© Robert Harding World Imagery/Offse
Schutz gefährdeter Giganten
Wir beobachten heute zwei Breitmaulnashörner bei ihrem Spaziergang durch das Amakhala-Wildreservat in Südafrika. Begleitet werden die beiden Kolosse von einem Madenhacker. Diese Vögel halten sich häufig auf großen Wildtieren auf und lassen sich von diesen herumtragen. Sie suchen unter anderem die Haut ihrer Wirte nach Parasiten ab und entfernen diese mit ihren kräftigen Schnäbeln.
Die großen Fußketten, die diese beiden Nashörner tragen, werden zur Nachverfolgung der bedrohten Tiere und zu deren Schutz vor Wilderei benutzt. Breitmaulnashörner leben wie ihre Artgenossen, die Spitzmaulnashörner, in der offenen Savanne. Die größte Bedrohung für ausgewachsene Nashörner stellen Menschen dar, die Jagd auf die Tiere machen, um illegalen Handel mit deren Hörnern zu treiben.
Obwohl sie kräftige und widerstandsfähige Tiere sind, werden Nashörner allzu leicht Opfer von Wilderern, die den Tieren bei ihren täglichen Besuchen der Wasserlöcher auflauern. Der Bestand der südlichen Unterart des Breitmaulnashorns erholt sich allmählich in Schutzgebieten wie dem Amakhala-Wildreservat. Die nördliche Unterart hingegen gilt in freier Wildbahn als ausgestorben. Die Anzahl der Spitzmaulnashörner hat sich nach ihrem Tiefpunkt vor zwanzig Jahren mittlerweile wieder verdoppelt. Und doch ist der heutige Bestand nur ein Bruchteil der Population, die Anfang des 20. Jahrhunderts vorherrschte.
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