Ein Königspinguin-Männchen schaut nach seinem Ei
© McDonald Wildlife Photography Inc./Getty Image
Wächter im Eis. Königspinguin‑Männchen bei der Brutpflege
Inmitten einer dicht gedrängten Kolonie hebt sich ein einzelnes Männchen der Königspinguine kaum vom Gewimmel ab. Mit gesenktem Kopf hält es ein Ei sicher auf seinen Füßen, das unter einer warmen, gut durchbluteten Hautfalte verborgen ist. Ein Nest gibt es nicht – alles hängt davon ab, die empfindliche Last vor dem eisigen Wind zu schützen und konstant warmzuhalten.
Während der Brutzeit wechseln sich die beiden Elternteile bei der Versorgung des Nachwuchses ab. Ein Tier bleibt jeweils für Tage oder Wochen beim Ei, während das andere im Ozean nach Nahrung sucht und dabei oft hunderte Kilometer zurücklegt. In der rauen Küstenumgebung rücken die Tiere bei schlechtem Wetter eng zusammen, bilden schützende Gruppen und wechseln dabei kontinuierlich ihre Positionen.
Königspinguine leben auf subantarktischen Inseln und sind perfekt an ein Leben zwischen Ozean und windgepeitschten Küsten angepasst – ein fein abgestimmtes Zusammenspiel von Ausdauer und präzisem Timing.
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