Eurasischer Fischotter mit Jungtier, Estland
© Sven Zacek/naturepl.co
Winterzauber auf Otterart. Eurasischer Fischotter mit Jungtier, Estland
Ein Blick in die glitzernden Gesichter, die aus dem Schnee auftauchen, genügt, um zu spüren, dass hier ein Winterabenteuer beginnt. Estland zählt heute zu den wichtigsten Lebensräumen des Eurasischen Fischotters. Klare, nährstoffarme Flüsse, ausgedehnte Moore und eine reichhaltige Ostseeküste bieten ideale Bedingungen. Es ist daher kein Zufall, dass die Art dort 2024 zum „Tier des Jahres“ gewählt wurde. Während der Fischotter global als potenziell gefährdet gilt, haben sich die estnischen Bestände in den letzten Jahrzehnten von etwa 300 auf rund 2.000 Tiere erholt.
In den überfluteten Wäldern des Soomaa-Nationalparks oder in den ruhigen Buchten von Matsalu gleiten die Tiere nahezu lautlos durchs Wasser. Ihr extrem dichtes Fell speichert warme Luft und schützt sie selbst in den eisigen Strömungen der Ostsee. Trotz ihres verspielten Wesens sind sie effiziente und präzise Jäger.
Nach Jahrzehnten der Abwesenheit kehrt der Eurasische Fischotter auch nach Deutschland zurück, besonders in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, zunehmend aber auch in Niedersachsen und Bayern. Wie in Estland berührt auch hier jede Sichtung durch die Ruhe, Eleganz und den engen Familiensinn, die diese Tiere ausstrahlen. Seine Rückkehr ist mehr als ein Naturereignis, sie ist ein Zeichen lebendiger Hoffnung.
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