Nordküste Madeiras bei Santana, Portugal
© Hemis/Alam
Portugals „Perle im Atlantik“
Rund 730 Kilometer westlich der marokkanischen Küste im Nordatlantik liegt die portugiesische Insel Madeira. Sie hat eine Fläche von 741 Quadratkilometern und wird oft als „Perle im Atlantik“ bezeichnet. 1982 wies die Regionalregierung der Insel Madeira zwei Drittel des portugiesischen Archipels als Naturschutzgebiet aus. Im „Naturpark Madeira“ liegt auch der urtümliche Lorbeerwald Laurisilva. Vor Millionen von Jahren bedeckte er weite Teile des Mittelmeerraums, sowohl auf dem Gebiet des südlichen Europas als auch des nördlichen Afrikas.
Madeiras Laurisilva ist mit 15.000 Hektar – etwa 20 Prozent der Inselfläche – der größte noch bestehende Lorbeerwald Europas. In dem Schutzgebiet finden sich neben 20 charakteristischen Lorbeergewächsen zahlreiche Farn-Arten. Das immergrüne Paradies gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Es gibt dort zahlreiche Wanderwege für jeden Schwierigkeitsgrad. Viele der Routen führen durch den einzigartigen Lorbeerwald entlang alter Bewässerungskanäle (Levadas). Das kann sehr abenteuerlich werden, denn an einigen Stellen müssen Wasserfälle durchschritten und Tunnel durchquert werden. Sind Sie reif für diese Insel?
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