Hawksbill Mountain im Shenandoah‑Nationalpark, Virginia, USA
© John Baggaley/Getty Image
Stiller Gipfel, weite Sicht. Hawksbill Mountain im Shenandoah‑Nationalpark, Virginia, USA
Braucht es wirklich große Höhen für einen großartigen Ausblick? Im Osten der USA, im Bundesstaat Virginia, zeigt Hawksbill Mountain, dass auch sanfte Gipfel durchaus beeindrucken können. Mit rund 1.235 Metern ist er der höchste Punkt des Shenandoah‑Nationalparks und erinnert eher an europäische Mittelgebirge als an alpine Landschaften. Genau das macht seinen Reiz aus. Die Region gehört zu den Appalachen, einer der ältesten Gebirgsregionen der Erde, deren Formen über Millionen Jahre hinweg allmählich geglättet wurden.
Dabei entstand der Park bereits 1935, nachdem die Nutzung durch Landwirtschaft und Holzeinschlag die Landschaft stark verändert hatte. Heute breiten sich wieder zusammenhängende Wälder aus, mit Laubbäumen, Berglorbeer und Rhododendron. Am Gipfel erwartet einen keine schroffe Kante, sondern eine Steinplattform aus den 1930er‑Jahren, von der sich die Hügelketten sanft in bläulichen Lagen bis zum Horizont staffeln. Wer Ausblicke aus dem Harz oder dem Bayerischen Wald kennt, weiß: Eindrucksvoll wird eine Landschaft oft durch viel Ruhe, Weite und Zeit.
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