Brillenbär ruht auf einem Baum, Ecuador
© Andy Rouse/Nature Picture Librar
Ein Blick hinter die Brille. Brillenbär ruht auf einem Baum, Ecuador
Der Brillenbär, auch Andenbär genannt, ist die einzige in Südamerika beheimatete Bärenart und lebt in den Berg‑ und Nebelwäldern der Anden. In Ländern wie Ecuador, Kolumbien oder Peru findet er Nahrung, Schutz und Rückzugsorte, häufig in schwer zugänglichen Höhenlagen. Auffällig sind die hellen Zeichnungen um seine Augen, die wie eine Brille wirken und jedem Tier ein unverwechselbares Aussehen verleihen. Als geschickter Kletterer hält sich der Brillenbär oft in Bäumen auf, wo er ruht und auf selbstgebauten Plattformen aus Zweigen frisst.
Seine Nahrung besteht überwiegend aus pflanzlichem Material wie Früchten, Bromelien, Blättern und Rinde, ergänzt durch Insekten oder gelegentlich kleine Wirbeltiere. Der scheue Einzelgänger meidet in der Regel den Kontakt mit Menschen und ist vor allem dämmerungsaktiv. Lebensraumverlust durch Abholzung, Landwirtschaft und illegale Jagd gefährden jedoch seinen Bestand. Der Schutz des Brillenbären ist daher entscheidend für den Erhalt der artenreichen Ökosysteme der Anden.
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