Paradise Cave, Nationalpark Phong Nha‑Ke Bang, Vietnam
© Pakawat Thongcharoen/Getty Image
Unterirdisches Paradies. Paradise Cave, Nationalpark Phong Nha–Ke Bang, Vietnam
Die Paradise Cave (auch „Paradieshöhle“) im Nationalpark Phong Nha‑Ke Bang beeindruckt bereits nach den ersten Schritten. Die weitläufige Kalksteinhöhle liegt tief in Zentralvietnam in einer Landschaft aus schroffen Bergen und verborgenen Karstkammern. Mit einer Länge von rund 31 Kilometern zählt sie zu den längsten trockenen Höhlen Asiens – diese Dimensionen sind sofort spürbar. Über den Wegen öffnen sich mächtige Hallen, während die Wände über Millionen von Jahren gewachsenen Tropfsteinstrukturen geprägt sind.
Der Zugang führt zunächst durch einen kurzen Waldabschnitt, bevor es hinab in die deutlich kühlere Luft geht. Im Inneren setzen dezente Lichtquellen filigrane Stalaktiten, hohe Säulen und weite Kavernen in Szene. Ein stabiler Holzsteg führt durch den erschlossenen Teil der Höhle und erinnert an deutsche Schauhöhlen wie die Sophienhöhle in der Fränkischen Schweiz. Auch hier wird mit sanfter Beleuchtung und sensibler Besucherführung gearbeitet. Der Großteil der Paradise Cave bleibt aus Naturschutzgründen unberührt. Wer hier unterwegs ist, erlebt einen ungewöhnlich stillen und eindrucksvollen Blick in die geologische Tiefe der Erde.
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