Felsinseln Es Vedrà und Es Vedranell, Ibiza, Spanien
© L. Apolli/Getty Image
Wo die Sirenen singen. Es Vedrà und Es Vedranell, Ibiza, Spanien
Vor der Küste der spanischen Baleareninsel Ibiza ragen die Felsinseln Es Vedrà und Es Vedranell wie zwei steinerne Wächter aus dem Meer. Diese unbewohnten Inseln gehören zu einem geschützten Naturreservat und wirken mit ihren über 400 Meter hohen Kalkwänden wie uralte Monumente im westlichen Mittelmeer. Es Vedranell mit seinen zerbrochenen Konturen erinnert an einen „schlafenden Drachen“, der am Rand der spanischen Inselwelt ruht. Zwischen den rauen Felsen entfaltet sich ein überraschend reiches Ökosystem. Seevögel kreisen über dem Wasser, in den Spalten leben wirbellose Tiere und die leuchtenden Ibiza‑Eidechsen gehören zu den auffälligsten endemischen Arten der Balearen.
Weil diese Natur so empfindlich ist, bleiben beide Inseln unzugänglich. Zugleich ranken sich zahlreiche Legenden um Es Vedrà – von Berichten über angeblich gestörte Kompassanzeigen und geheimnisvolle Lichter bis hin zu alten Erzählungen, die die Insel mit den Sirenen aus der Odyssee oder sogar mit Atlantis in Verbindung bringen. Gerade diese Mischung aus Wildheit, Ruhe und Mythos macht Es Vedrà und Es Vedranell zu besonderen Orten der Balearen.
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