Salzpfannen auf der Insel Gozo, Malta
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Natur im Quadrat. Salzpfannen auf der Insel Gozo, Malta
Die Xwejni Bay auf der maltesischen Insel Gozo wirkt wie eine stille Choreografie aus Meer, Stein und Sonne. Vor Jahrhunderten begannen Familien damit, die weichen Kalksteinplatten der Küste zu bearbeiten und ein Raster aus flachen Becken anzulegen. Bei jeder Welle füllt sich ein Teil der Becken mit Meerwasser, das anschließend in der Sonne verdunstet – zurück bleibt naturbelassenes Mittelmeersalz. Die warmen, trockenen Sommer Maltas schaffen dafür ideale Bedingungen, sodass hier eine bis heute lebendige Tradition der Salzgewinnung begann. Die ersten Kristalle bilden sich meist im Mai, wenn die Erntesaison startet. In Handarbeit wird das Salz geharkt, zusammengefegt und in kleinen Haufen getrocknet.
Besucher können die Salzpfannen entlang der Küste erkunden, sollten jedoch die Hinweisschilder beachten. Die Arbeit ist körperlich anspruchsvoll und erfordert Präzision, denn die Becken sind empfindlich gegenüber Störungen. In Deutschland erfolgt die Salzgewinnung traditionell anders, nämlich meist über Solequellen und Siedesalinen und nicht durch Meerwasserverdunstung. Doch auch dort zeigt sich, wie eng Natur und Handwerk verbunden sein können, wenn ein alltägliches Gut wie Salz entsteht.
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