Ein junger Elchbulle im Denali-Nationalpark, Alaska, USA
© Grant Ordelheide/TANDEM Stills + Motio
Ein ehrfürchtiger Einzelgänger. Ein junger Elchbulle im Denali-Nationalpark, Alaska, USA
Elche sind die größten Vertreter der Hirschfamilie. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 2,35 Metern und einer Geweihspannweite von bis zu 1,80 Metern zählen sie zu den eindrucksvollsten und schwersten Wildtieren der Welt. Auffällig sind vor allem ihre langen Beine und die gewölbte, überhängende Oberlippe – auch „Muffel“ genannt. Elchbullen tragen ein imposantes Geweih, das als „Schaufeln“ bezeichnet wird und jährlich zwischen Januar und Februar abgeworfen wird. Besonders große Schaufelgeweihe findet man übrigens bei den Alaska-Elchen.
Bei jungen Bullen, wie dem auf unserem heutigen Bild im Denali-Nationalpark im US-Bundesstaat Alaska, ist das Geweih noch weich und mit samtiger Haut überzogen – mehr eine Krone als eine Waffe. Doch schon jetzt deutet es auf ein Leben hin, das von Instinkt, Rangordnung und Revierkämpfen geprägt sein wird. Elche bevorzugen Wälder und Feuchtgebiete mit kühlen Temperaturen und überstehen sogar Minusgrade bis –50 °C. Ursprünglich waren sie auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet, mit der Ausdehnung des Kulturraums und Verschwinden der Wälder schrumpfte der Bestand merklich. In Deutschland tauchen sie jedoch wieder vereinzelt auf – vor allem in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wo sie aus Polen einwandern. Sichtungen bleiben zwar selten, aber möglich.
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