Luftbild des Totentempels der Hatschepsut nahe Luxor, Ägypten
© Ratnakorn Piyasirisorost/Moment/Getty Image
Die Freilegung der Geschichte einer Königin
Vor rund 3.500 Jahren genoss Ägypten unter der Herrschaft von Königin Hatschepsut zwei Jahrzehnte Frieden und eine blühende Kultur. Diese stilvolle Tempelanlage ist nur ein Teil ihres unermesslichen Vermächtnisses. Doch der ihr nachfolgende Pharao untersagte jegliche Erwähnung ihrer Regentschaft, beanspruchte die Urheberschaft der in ihrer Regierungszeit errichteten Bauwerke für sich und machte ihren Namen dadurch über Jahrtausende hinweg vergessen.
Im 19. Jahrhundert bemerkten zahlreiche Archäologen eine Lücke in den Aufzeichnungen der Pharaonenfolge. Dank ihrer Anstrengungen bei der Entschlüsselung von Hieroglyphen, der Katalogisierung von Artefakten und der Ausgrabung des Totentempels der Hatschepsut im Jahr 1906 gelang es schließlich, der mächtigsten Herrscherin ihrer Zeit den ihr gebührenden Platz in den Geschichtsbüchern zu sichern.
Wir können sehr froh sein, dass Menschen sich die Hände schmutzig machen, um die Wahrheit auszugraben, oder? Am Internationalen Tag der Archäologie, der stets am dritten Samstag im Oktober begangen wird, ehren wir Diejenigen, die die Geheimnisse der Menschheitsgeschichte auflösen: Die Archäologinnen und Archäologen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.
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