Kurzschnabel-Ameisenigel, Adelaide Hills, Australien
© Etienne Littlefair/naturepl.co
Wo Gegensätze zusammenfinden. Kurzschnabel-Ameisenigel, Adelaide Hills, Australien
Manchmal trifft man auf ein Tier, das wirkt, als bestehe es aus lauter Gegensätzen. Der Kurzschnabel‑Ameisenigel, heute in den Adelaide Hills im Süden Australiens zu sehen, ist ein Säugetier, das dennoch Eier legt. Sein Körper trägt Fell und Stachel. Obwohl er keine Zähne hat, besitzt er eine lange, spezialisierte Zunge. Selbst sein leicht watschelnder Gang erinnert eher an Reptilien als an andere Säugetiere.
Der Kurzschnabel‑Ameisenigel lebt in Australien, Tasmanien und Teilen Neuguineas. Dort bewegt er sich durch Wälder, Buschland und offene Landschaften und sucht vor allem nach Ameisen und Termiten. Feine Elektrorezeptoren in seiner Schnauze helfen ihm, Beute im Boden aufzuspüren, während kräftige Krallen den Untergrund öffnen. Gerät er in Gefahr, schützen ihn sein dichtes Stachelkleid oder ein schnelles Eingraben. Diese außergewöhnliche Kombination von Merkmalen zeigt, wie vielseitig Evolution sein kann. Was zunächst widersprüchlich erscheint, fügt sich beim Kurzschnabel‑Ameisenigel zu einem bemerkenswert stimmigen Gesamtbild.
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