Nekropole nahe Dargaws, Republik Nordossetien-Alanien, Russland
© Yakov Oskanov/Shutterstoc
Geschichte aus der Gruft. Dargaws
Seien Sie froh, dass wir der „Stadt der Toten“ in der Nähe des Dorfes Dargaws in der russischen Republik Nordossetien-Alanien nur einen virtuellen Besuch abstatten. Der lokalen Folklore zufolge sollte man keinen Fuß auf das Gelände setzen, andernfalls komme man nicht mit dem Leben davon. Wir sind nicht sicher, ob die Toten eine große Gefahr darstellen, aber es steht zumindest fest, dass es sich hier um einen totenstillen Ort handelt. Bei den Gebäuden mit den gewölbten Dächern handelt es sich nicht um Behausungen, sondern um Grüfte.
All diese Grüfte weisen nur eine einzige Öffnung auf, und wären Sie vor Ort, könnten Sie einen Blick hindurch auf die „Bewohner“ werfen. Einige wurden zusammen mit ihren irdischen Besitztümern bestattet, andere wurden in Booten zur letzten Ruhe gebettet, um ins Jenseits rudern zu können. Viele Überreste sind beunruhigend gut erhalten – und es gibt dort eine Menge von ihnen: Die Nekropole wurde von den Dorfbewohnern mindestens vom 16. bis zum 18. Jahrhundert betrieben, und es liegen dort rund 10.000 ihrer Vorfahren begraben.
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