Château de Joux, Bourgogne-Franche-Comté, Frankreich
© Ivoha/Alamy Stock Phot
Französische Festungsbaukunst
Das Château de Joux liegt rund 5 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt und ist eine Fundgrube für Geschichte und Militärarchitektur sowie ein Wahrzeichen der französischen Region Franche-Comté. Die Mauern der Burg zeigen 1.000 Jahre Entwicklung in der Festungsbaukunst. Das Château de Joux wurde entsprechend den Fortschritten in der Kriegskunst und der Artillerie ständig umgestaltet und modernisiert.
Zu den früheren Besitzern gehörte das Herrschergeschlecht der Herren von Joux, die Herzöge von Burgund und Mitglieder der spanischen Monarchie, die jeweils die Umfriedung und die Mauern des Schlosses nach ihren Wünschen veränderten. Heute umfasst die Burganlage fünf aufeinanderfolgende Festungsmauern, es gibt 250 Räume, drei Gräben und drei Zugbrücken. Seit 1954 ist das Schloss für Besucher geöffnet.
Der Begriff „Joux“ leitet sich vom lateinischen Wort „Juria“ ab, das „Bergwald“ bedeutet, und vom keltischen Wort „Jor“, das am ehesten mit „bewaldete Höhe“ zu übersetzen ist. Und diese Verbindung kann keineswegs als Zufall betrachtet werden. Im Jura-Gebirge, in dem das Château de Joux liegt, befindet sich einer der beeindruckendsten Tannenwälder Frankreichs: der Wald von Joux.
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