Winter im Bryce-Canyon-National Park, Utah, USA
© Don Paulson/Danita Delimon
Winter im Wilden Westen
Beim Betrachten der dramatisch erodierten Canyons im Südwesten des US-Bundesstaates Utah kommt einem Schnee sicherlich nicht als Erstes in den Sinn. Doch im entlegenen Bryce-Canyon-Nationalpark fällt jährlich jede Menge des weißen Niederschlags, denn die auch als „natürliche Amphitheater“ umschriebenen Felsformationen liegen auf einer Höhe von rund 2.500 Metern. Die Kälte schafft nicht nur malerische Ausblicke und beste Langlaufmöglichkeiten, sie ist darüber hinaus auch für die Existenz der spektakulären rötlichen Felspyramiden – die so genannten „Hoodoos“ – verantwortlich, die den Nationalpark so einzigartig machen.
Im Winter gibt es im hoch über dem Meeresspiegel gelegenen Bryce Canyon viele Tage, an denen die Temperaturen zwischen unter und über null Grad wechseln. Trotz seines Namens ist der Bryce Canyon kein richtiger Canyon, vielmehr ist er ein halbkreisförmiger Felskessel, der zu einem Plateau erodiert ist. Ihre heutige Form verdanken die Hoodoos dem Einsickern von Wasser in das massive Felsplateau, das sich nach dem Frieren ausdehnte und Teile des Felsens wegsprengte. Nachdem sich dieser Vorgang Tag für Tag über Jahrtausende hinweg fortsetzte, hinterließ dieser Prozess überall im Bryce Canyon die schmalen Sedimentformationen. Es ist die weltweit größte Konzentration von Hoodoos.
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