Goldene Ginkgoblätter im Park am Xuanwu-See in Nanjing, Provinz Jiangsu, China
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Ein Baum mit vielen Erinnerungen
Mit dem Beginn des Herbstes in China wird ein Überzug aus fächerförmigen, goldenen Blättern – wie hier im Park am Xuanwu-See in Nanjing – zu einem vertrauten Anblick. So verhält es sich schon seit ewigen Zeiten, länger, als sich irgendjemand erinnern kann. Und das hat mit einem einheimischen Baum zu tun, dessen Abstammungslinie viele Zeitalter zurückreicht: dem Ginkgo.
Obwohl die meisten medizinischen Fachleute die Meinung vertreten, dass es keine speziellen Auswirkungen auf das Gehirn hat, wird das Ginkgo-Extrakt als Mittel zur Förderung der Gedächtnisleistung angepriesen. Vielleicht liegt der Grund dafür darin, dass viele chinesische Ginkgos dafür bekannt sind, mindestens 1.400 Jahre alt zu sein.
Die Pflanzenordnung Ginkgoales ist 270 Millionen Jahre alt. Ihr einziger heute lebender Vertreter, Ginkgo biloba, hat demnach sogar die Naturkatastrophe überstanden, die für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich war. Der Ginkgo ist zwar in China heimisch, doch die Baumart wird seit Jahrhunderten weltweit als Nahrungsmittelquelle, medizinische Pflanze und Symbol der Widerstandskraft kultiviert.
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