Eine Meeresschnecke vor der Küste von Bali
© Media Drum World/Alam
Solarbetriebener Meeresbewohner. Ein hinreißendes, evolutionäres See-Schaf
Sicher können Sie auf den ersten Blick nachvollziehen, warum diese kleine Meereschnecke auch „See-Schaf“ oder „Blatt-Schaf“ genannt wird. Die faszinierenden Tierchen grasen auf Algen wie Schafe auf der Weide, und sie weisen erstaunliche Ähnlichkeiten mit richtigen Schafen auf.
Die See-Schafe – ihr wissenschaftlicher Name ist Costasiella kuroshimae – verdauen die Chloroplasten aus den Algen nicht, sondern absorbieren die Energie produzierenden Zellen. Die blattartigen Flossen, die den Rücken der Meerestiere bedecken, sind mit aktiv arbeitenden Chloroplasten gefüllt.
Das macht die „Unterwasser-Schafe“ zu einer der wenigen nichtpflanzlichen Lebensformen auf der Erde, die Photosynthese betreiben. Sie produzieren ihre eigene Energie durch die Verwendung von Sonnenlicht und Wasser. Wer hätte gedacht, dass evolutionärer Fortschritt so niedlich aussehen kann?
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