Mit Raureif überzogene Buchenlandschaft, Cranborne Chase, Grafschaft Dorset, England
© Guy Edwardes/Minden Picture
Die schöne Seite des Winters. Cranborne Chase, England
Wenn das für Sie wie der Schauplatz eines Märchens aussieht, sind Sie nicht allein. Diese Umgebung inspiriert Schriftsteller und Künstler seit vielen Jahrhunderten. Wenig überraschend wurden die Hügelzüge der Cranborne Chase im Südwesten Englands wegen ihres landschaftlichen Reizes zur „Area of Outstanding Natural Beauty“ (deutsch „Gebiet von außerordentlicher natürlicher Schönheit“) ernannt. Von einer besonders schönen Seite zeigt sich die Region im Winter, wenn an manchen Tagen Bäume und Büsche mit Raureif bedeckt sind, einem festen Niederschlag, der sich aus unterkühlten Wassertropfen von leichtem Nebel oder direkt aus dem in der Luft enthaltenen Wasserdampf bildet.
Das Felsplateau Cranborne Chase erstreckt sich über die Grafschaften Dorset, Hampshire, Somerset und Wiltshire. Auf einer Fläche von rund 980 Quadratkilometern zeigt sich eine vielfältige Landschaft: hügeliges Grasland, Flusstäler, Berghänge und uralte Wälder. Das Gebiet wurde schon während der Steinzeit besiedelt und ist seit vielen Jahrhunderten ein königliches Jagdrevier. Tatsächlich verdankt die Gegend den zweiten Teil ihres Namens dem Begriff der Jagd (englisch „Chase“). Obwohl Cranborne Chase als Schutzgebiet ausgewiesen ist, in dem keine Neuansiedlungen stattfinden dürfen, kann man nicht von einer Wildnis sprechen. Fast 90 Prozent des Landes werden landwirtschaftlich genutzt, und es leben dort mehr als 30.000 Menschen.
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