Petrified-Forest-National-Park, Arizona, USA
© Ian Shive/Tandem Stills + Motio
Der „Versteinerte Wald“. Petrified-Forest-National-Park
Selbst der geschickteste Holzfäller mit seiner bestgeölten Kettensäge vermag es nicht, die massiven „Holzstämme“ im Petrified-Forest-Nationalpark im US-Bundesstaat Arizona zu zerteilen. Aber wodurch wurden die gigantischen Stein-Baumstämme dann in diese symmetrischen Stümpfe zerlegt?
Jeder dieser glatten Trennschnitte entstand, als das spröde Quartz unter erheblichem tektonischem Druck zerbrach. Doch die Entstehung der steinernen Baumstämme liegt sehr lange zurück. Vor 225 Millionen Jahren wurden die umgestürzten Bäume von Fluten unter Schlamm und Schlick begraben. Anschließend lagerten sich Mineralien in den Hohlräumen der Stämme ein und ersetzten das vermodernde Holz. Sehr viel später, vor rund 60 Millionen Jahren, geriet das gesamte Colorado-Plateau in Bewegung, wobei die auftretenden Spannungen innerhalb der Gesteinsschichten die Stämme zerbrechen ließen.
Die versteinerten Bäume, die umgebende Landschaft sowie die zahlreichen Pflanzen und Tiere in dieser Gegend genießen seit dem 8. Dezember 1906 einen Schutzstatus. Damals ließ US-Präsident Theodore Roosevelt das Petrified Forest National Monument einrichten. 1962 erhielt das Gebiet den Status eines Nationalparks und unterliegt seitdem weit strengeren Schutzkriterien.
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