„Rising Moon“-Laterne beim Mondfest in Hongkongs Victoria Park
© Bobby Yip/Reuter
Ein altes Fest für einen neuen Jahresabschnitt
Dieses Foto wurde in Hongkong aufgenommen, wo eine Gruppe von Technikern eine riesige Laternenskulptur namens „Rising Moon“ (deutsch: „Aufgehender Mond“) konstruiert hat. Sie besteht aus mehr als 7.000 Recycling-Plastikwasserflaschen mit LED-Beleuchtung und wurde anlässlich eines in China bedeutenden Feiertages errichtet: dem Mondfest oder Mittherbstfest. Obwohl dieser Tag erst seit 2008 ein offizieller Feiertag ist, finden sich erste Erwähnungen des Mondfestes in historischen Texten, die vor rund 3.000 Jahren verfasst wurden. Familien feiern den Feiertag, in dem sie Laternen entzünden und traditionell an einem runden Tisch gemeinsam speisen. Es heißt, dass die Zusammenkünfte Glück und Zufriedenheit bringen.
Eine geschmackliche Tradition besteht darin, so genannte Mondkuchen zu servieren, die während des Festes gegessen werden – idealerweise, wenn der Mond voll und hell am Nachthimmel erstrahlt. Diese berühmten Kuchen können süß schmecken und mit süßer Bohnenpaste gefüllt sein. Andere Variationen sind eher pikant und mit Schinken, Würstchen oder Nüssen und getrockneten Früchten gefüllt. Mondkuchen werden häufig an Freunde, Kollegen und Familienmitglieder verschenkt, und der Feiertag wird daher manchmal auch als Mondkuchen-Festival bezeichnet. Das Fest wird nicht nur in China gefeiert, sondern in vielen weiteren asiatischen Ländern. Je nach Region wird dieser familienfreundliche Feiertag auf eigene Weise begangen.
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